Von Sassnitz nach Lauterbach

Veröffentlicht am 30. Juli 2026 um 00:15

Von Gastbloggerin Marie M. Heute sind wir vom Hafen in Sassnitz gegen 10:00 Uhr in Richtung Lauterbach gestartet. Rolf hat ein schickes Frühstück vorbereitet und die Crew sich auf eine ruhige Fahrt mit Windstärke 2-3. Heute habe ich das Boot aus dem Hafen gefahren, das war ganz schön aufregend. Es ist ein Zwischenstopp beim Thiessower Steintrendel geplant. Auf dem Weg dorthin setzten wir nahe des  Nordperds zwischendurch die Segel und wogen gemütlich im seichten Südwind, wechselten jedoch bei ca. 2 Knoten Fahrt schließlich wieder zum Motor. Während der Fahrt wurde ein schmackhafter Ableger unter blauem Himmel getrunken mit dem selbst kreierten Trinkspruch: 

„Neptun, Poseidon und die ander‘n, 

gnädig seid uns, während wir über‘s Wasser wandern. 

Wir trinken auf euch, alles im Lot, 

bis wir unter Wasser gluckern mit uns’rem Boot.“

Dabei habe ich gelernt, dass der letzte Schluck an die See geht. 

Auch wenn Rolf uns natürlich gerne zur Seite steht, war es schön zu sehen, dass unser Skipper sich heute während der Fahrt auch mal etwas zurücklehnen und die Sonne genießen konnte. Lisa und Alica philosophierten währenddessen über die möglichen Folgen einer dramatischen Wasserknappheit an Bord, zum Glück kann uns das nicht passieren.  Auf folgendem Foto sieht man einen Teil der Crew bei einer kleinen Navigationslehrstunde mit Seekarte. 

Kurz nach der Überquerung der Gasleitung Nord Stream 2 haben wir dann am besagten Thiessower Steintrendel gehalten. Lisa hat uns super leckere Wraps mit Humus und Feta gezaubert als Mittagssnack. 

Danach ging’s ab in die Ostsee baden mit Alica, Lisa, Erik, Konstantin, Steffen und mir, einige sind sogar wagemutig hinein gesprungen, ohne vorab zu testen wie kalt das Wasser ist. Es muss ungefähr 18 Grad gehabt haben. Anschließend sah man einige beeindruckende Kunstsprünge und Steffen, der gekonnt im Wasser auf einem Rettungsring balancierte. 

Steffen und Erik versuchten ihr Glück beim Angeln, doch der erhoffte Erfolg blieb aus… Nächstes Mal klappt es bestimmt! Und als gute Tat konnte sich der ein oder andere Plattfisch an einem Stückchen Garnele erfreuen. Gegen 16:00 Uhr ging es bei einer Windstärke von 1-2 weiter mit dem Motor zum Hafen von Lauterbach. Nach einer weiteren grandiosen Teamleistung beim Anlegen gegen 18:00 Uhr mit einem fast geplatzten Fender gab es den Anleger mit dem zweiten, selbstgedichteten Spruch:

„Ihr Kielratten hebt die Gläser hoch!

Der Wind über die Wellen uns woch.

Wir trotzen den Stürmen,

Knarzendes Schiff bleib uns treu,

Und nun runter mit dem vertrauten Gebräu!“

Von dem Meer und der Sonne gezeichnet, kauften wir noch rasch ein und kümmerten uns um die Hafengebühren. Zur Feier des Tages wurde dann wirklich köstlich gespeist im Restaurant „Zum kleinen Leuchtturm“, Empfehlungen gehen raus! Konstantin und Steffen schafften es zum Glück noch pünktlich zum Essen, nachdem diese freiwilligen Helden der Runde noch einmal schnell zum Boot gelaufen waren, um den vergessenen Einkauf mit Milchprodukten im Kühlschrank zu versorgen. Abschließend wurde als wichtigste Diskussion des Abends erörtert, ob Erik wohl einen Köpper durch einen im Meer schwimmenden Gummirettungsring physikalisch schaffen könne. Und wie wäre es bei einem Sprung durch einen brennenden Reifen? Wieder geht ein erfolgreicher Tag und Abend auf der Freya zuende, und alle fallen gesättigt, erschöpft und beseelt in die Koje!

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